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Contemporary Comfort Zone 2026: Acryl Mixed Media on Canvas

4800,00 €Preis
Größe

[Contemporary Comfort Zone – Lounge der wilden Siebziger]


Bings Werk zeigt eine vielschichtige, dichte Collage-Szene, in der Interieur, Architektur,

Designobjekte und Figuren wie Filmstills aus den 1960er/70er-Jahren ineinanderfließen. In kräftigen Acrylfarben – Türkis, Rot, Pink, Gelb und Violett – entsteht ein lebendiger, fastfilmischer Bühnenraum, der zwischen Wohnzimmer, Dachterrasse und Stadtszenerie changiert.


Eine organisch verschlungene Skulptur, Farbtuben, Stofffragmente und Ornamenturen

verweisen direkt auf den Prozess des Malens und auf die materielle Kultur des Ateliers; sie

bilden die taktile Grundlage des Bildraums. Im Zentrum steht eine leuchtend rote Vase mit

Schlange, die zugleich als Designobjekt, Vanitas-Motiv und begehrtes Fetischobjekt erscheint – ein deutlicher Anklang an popkulturelle Ikonen und an die Symbolsprache der Moderne. Dahinter entfaltet sich ein vielschichtiger Architekturtraum aus Treppen, Arkaden und einer langgestreckten Terrasse in bewusst gebrochener Perspektive, auf der ein roter Designerstuhl und eine überdimensionierte Leuchte wie Requisiten eines imaginären Bühnenbilds wirken.


Üppige Zimmerpflanzen und palmenartige Gewächse verwandeln den Bildraum in eine Art Retro-Lounge, in der sich das private Interieur mit exotischer Ferne und 70er-Jahre Ästhetik überblendet.


Auf einem grünen Sofa erscheint eine stilisierte Frauengestalt im Look der Siebziger, in

Schwarz und mit Kopftuch, versunken in Magazine oder Bücher – als Bild einer reflektierenden, medien- und konsumkritischen Betrachterin ihrer eigenen Zeit.


Ein dunkelrotes, klassisches Cabriolet setzt schließlich einen mobilen Kontrapunkt: Es evoziert Road-Movie, Freiheit und nostalgischen Luxus und knüpft zugleich an die automobile Ikonografie der Pop Art an. So verknüpft das Gemälde Atelierwelt, Designgeschichte, femininen Blick und visuelle Kultur der 1960/70er-Jahre zu einem kunsthistorisch aufgeladenen, vieldeutigen Bildpanorama.


Das Bild inszeniert eine Art visuelles Tagebuch der Pop- und Designkultur der 1960/70er-Jahre, gefiltert durch einen zeitgenössischen, weiblichen Blick. Die vielen Einzelmotive - Cabrio, Designerstühle, Wohnaccessoires, exotische Pflanzen, Modefigur, Schlange, architektonische Versatzstücke – wirken wie Collagen aus Lifestyle-Magazinen, Filmen und persönlichen Erinnerungen.


Die „verkehrte Perspektive“ und das bewusste Nebeneinander von Innen- und Außenräumen erzeugen eine traumartige, leicht surreal anmutende Situation: Realität, Erinnerung, Kinobild und Werbung überlagern sich. Farben und Muster sind übersteigert und ornamental, wodurch das Werk an Pop Art, aber auch an mediterrane und orientalisch inspirierte Dekore erinnert – passend zu einem „Contemporary Pop Retro 70s“-Kosmos.


Die Frau auf dem Sofa wirkt wie das ruhende Zentrum dieser überfüllten Bilderwelt: Sie konsumiert Bilder (Magazine/Bücher), während um sie herum Konsumobjekte, Luxusartikel und architektonische Träume kreisen. So kippt das Retro-Idyll subtil in eine Reflexion über Sehnsuchtsbilder, Rollenbilder und die Ästhetik des Begehrens.


Innerhalb von Bings Werk markiert dieses Gemälde einen Knotenpunkt zentraler Themen und Motive. Es bündelt die Auseinandersetzung mit Architektur und Interieurs, mit Lebensstilen als Bühne und mit der Frage, wie Bilder unsere Vorstellungen von Wohnen, Begehren und Identität formen. Die collageartig verschränkten Bildzonen – von ornamentalen Strukturen über grafische Setzungen bis hin zu präzise ausgearbeiteten Gegenständen – zeigen exemplarisch, wie Bing Malerei als Parallelwelt zur visuellen Kultur der Pop- und Retro-Ära versteht. Ihre weiblichen Figuren treten dabei als selbstbewusste Akteurinnen auf, eingebettet in Konsum- und Designwelten, die zugleich verführerisch und fragwürdig erscheinen. So entsteht eine persönliche Form von „Contemporary Pop“: Ikonen der 60er/70er-Jahre, Designklassiker und architektonische Versatzstücke werden nicht zitiert, um Nostalgie zu bedienen, sondern um sie in ein zeitgenössisches, vielschichtiges Bildnarrativ zu überführen.

In dieser Verdichtung wird das Werk zu einem Schlüsselbild, das exemplarisch zeigt, wie Bing Retro-Ikonografie, erzählerische Malerei und kunsthistorische Bezüge souverän zusammenführt.

  • Acryl Mixed Media on Canvas

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