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Eclectic Still Life with blue Monstera Deliciosa. 2024 Acryl Mixed Media

2500,00 €Preis

Eclectic Still Life with blue Monstera Deliciosa

2024

Acryl Mixed Media on Canvas

45 x 35 cm

das Gemälde ist hochwertig gerahmt

60 x 50 cm mit Rahmen


SOLD


Werkreihe „Monstera Deliciosa“


„Eclectic Still Life with blue Monstera Deliciosa“ aus dem Jahr 2024, zeigt ein leuchtend farbiges, vielschichtiges Interieur-Stillleben, in dem ein Blumentopf mit Fensterblatt (lat. Monstera Deliciosa) im Zentrum steht und von fragmentierten Raumzonen, Mustern und weiteren Blättern umgeben ist. In diesem Bild verdichtet Stephanie Bing persönliche Erinnerungen an die Monstera als typische Wohnzimmerpflanze der siebziger Jahre mit kunstgeschichtlichen Bezügen zur Neuen Sachlichkeit, insbesondere zu den Stillleben Alexander Kanoldts, und überführt sie in eine eigenständige, eklektische Bildsprache.


Die Komposition wird von einem roten Blumentopf mit Monstera Fensterblatt auf einer hellen, kreisrunden Platte getragen, der wie ein Fokuspunkt inmitten eines intensiven Farbklangs aus Blau-, Violett- und Magentatönen wirkt. Um diesen Mittelpunkt gruppieren sich mehrere stark stilisierte Monstera-Blätter in unterschiedlichen Blaustufen, die sowohl auf dem Vordergrund – etwa auf einer gemusterten Fläche – als auch entlang der Bildränder auftauchen und so ein ornamentales, fast choreografiertes Blattballett erzeugen.


Im Hintergrund öffnet sich eine abstrahierte Raumarchitektur: rechteckige Fenster- oder Türrahmen in Neon-Pink und Violett lassen an ein modernistisches Wohnzimmer oder eine Loggia denken, während dunkle, vegetabile Strukturen den linken Bildrand verdichten. Die Oberfläche wirkt insgesamt stark haptisch: pastose Farbschichten, Sprenkel und Tropfen betonen den Mixed-Media-Charakter und lassen das Bild zwischen malerischer Geste und dekorativem Pattern oszillieren.


Auf motivischer Ebene verbindet das Werk den Topf mit Monstera Deliciosa – der „Fensterblatt“-Pflanze – mit einem Interieur, das zwischen Erinnerung, Bühne und Traumraum changiert. Die Pflanze, ein Alltagsgegenstand, wird durch Übersteigerung von Farbe und Komposition aus ihrer Gewöhnlichkeit herausgehoben und zur Hauptfigur eines eklektischen Stilllebens, in dem Natur, Wohnkultur und dekorative Flächen gleichberechtigt nebeneinander stehen.


Die intensive Blau- und Magentapaletten suggerieren eine atmosphärische Verdichtung: Der Raum wirkt nicht als nüchterner Wohnraum, sondern als emotional aufgeladenes Setting, in dem Erinnerungsschichten, Sinneseindrücke und visuelle Reize ineinander übergehen.


Der Titel „Eclectic Still Life“ verweist zudem auf die bewusste Mischung ästhetischer Codes – Wohnzimmerpflanze, Designobjekt und malerische Abstraktion – und betont den spielerischen Umgang der Künstlerin mit Traditionen des Stilllebens.


Bezug zur Kindheit und den 1970er Jahren


Die Monstera erscheint hier als ikonische Wohnzimmerpflanze der siebziger Jahre, die in vielen mitteleuropäischen Haushalten als Zeichen moderner, leicht exotischer Wohnkultur präsent war. In Stephanie Bings Werk fungiert sie als Erinnerungsbild an Kindheit und familiäre Interieurs. So wird die Pflanze zum Trigger einer kollektiven und zugleich biografisch gefärbten Erinnerung an ein „normales“ Wohnzimmer, in dem exotische Zimmerpflanzen und dekorative Textilien eine Art Alltagsluxus symbolisierten. Durch die Überhöhung der Farbigkeit und die Verschiebung der Perspektiven verleiht Bing diesen scheinbar banalen Motiven einen traumartigen, fast magischen Charakter, der zwischen nostalgischer Rückschau und zeitgenössischer Reflexion über Wohnen und Design oszilliert.


Das Bild gehört zu einer Werkgruppe, in der Stephanie Bing wiederkehrend das Motiv des „Monstera-Fensterblatts“ variiert und mit Interieur-Fragmenten, möbelartigen Formen und ornamentalen Flächen kombiniert. Diese Werkgruppe thematisiert den Übergang von der Zimmerpflanze als realem Objekt zur Monstera als bildnerischem Zeichen: Das Blatt wird zur Schablone, zum Ornament, zur Chiffre eines bestimmten Zeitgefühls der siebziger Jahre. Gleichzeitig schafft Bing damit eine Art „pflanzliches Selbstporträt“ ihrer eigenen Biografie zwischen deutscher Wohnzimmerkultur und mediterranen Sehnsuchtsräumen, die in den leuchtenden Farben und offenen Raumkulissen anklingen.


Bezug zur Neuen Sachlichkeit


Inhaltlich und kunsthistorisch lässt sich das Werk in eine Linie mit den Stillleben der Neuen Sachlichkeit stellen, die Alltagsgegenstände – insbesondere Zimmerpflanzen – mit nüchterner Präzision und klarer Ordnung ins Bild setzten.

Bings Bild nimmt dieses Motivfeld auf, bricht jedoch mit der kühlen, entemotionalisierten Faktizität der Neuen Sachlichkeit, indem sie perspektivische Eindeutigkeit, klare Illusion und gedämpfte Farbigkeit zugunsten eines expressiven, farbintensiven und bewusst eklektischen Raumgefüges auflöst.


Kunsthistorisch lässt sich das Werk als zeitgenössische Reflexion des Stilllebens einordnen, die Traditionen der Neuen Sachlichkeit mit postmodernen Strategien des Eklektizismus verschränkt. Das Stillleben, das in der Neuen Sachlichkeit als Sinnbild einer neu entdeckten Gegenstandswelt in ihrer isolierten Dinghaftigkeit galt, wird hier zum Schauplatz eines hybriden Bildraums, in dem Alltagsgegenstände, Erinnerungsmotive und dekorative Muster gleichwertig behandelt werden.


Gleichzeitig knüpft das Bild an jüngere kunsthistorische Diskussionen über Interieurmalerei, Designgeschichte und die Rolle der Zimmerpflanze als Symbol für Individualisierung, Globalisierung und „Domestic Exoticism“ an, wie sie im Rückblick auf die Wohnkultur der 1960er und 1970er Jahre geführt werden. Stephanie Bings „Eclectic Still Life with blue Monstera Deliciosa“ positioniert sich so als eigenständiger Beitrag zu einer Tradition des Stilllebens, die von Kanoldts nüchternen, magisch-realistischen Pflanzenszenen ausgeht und in der Gegenwart um persönliche Erinnerung, Musterlust und farbgesättigte Emotionalität erweitert wird.


DIESES GEMÄLDE IM ORIGINAL IST VERKAUFT. SIE KÖNNEN ES ALS HANDSIGNIERTE UND LIMITIERTE ART PRINT EDITION ERWERBEN.


stephanie.bingo@me.com



  • Auf Wunsch sind ausgewählte Gemälde von Stephanie Bing neben dem Original auch als exklusive Art-Print-Reproduktionen erhältlich.


    Jeder Art Print entsteht als hochwertige Fine-Art-Ausgabe und wird von der Künstlerin persönlich von Hand signiert und nummeriert; die limitierten Editionen unterstreichen Authentizität und Sammlerwert.


    Die Reproduktionen werden auf Leinwand mit Keilrahmen oder auf ausgewählten Fine-Art-Papieren in Studioqualität gefertigt, sodass Farbigkeit, Tiefe und Atmosphäre der Malerei sich in einem edlen Druckbild entfalten.


    Fine-Art-Prints auf Leinwand können in Formaten bis zu 1,40 m × 1,40 m auf hochwertigen 4-cm-Keilrahmen realisiert werden und setzen im Raum eine besonders präsente, malerische Wirkung.


    Je nach Einrichtung lassen sich die Art Prints in verschiedenen Formaten und Rahmungen umsetzen – von klassisch gerahmt hinter Glas mit Passepartout bis zu reduzierten, zeitgemäßen Rahmenlösungen, die das Werk als Keypiece im Interieur inszenieren.


    Die Rahmung erfolgt stets auf hohem Niveau und wird individuell auf Größe, Material, Farbigkeit und Hängesituation abgestimmt.


    Bitte richten Sie Ihre Anfrage an


    stephanie.bingo@me.com

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