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Flügelschlag. Soft Wings in Pastel. 2026 Acryl Mixed Media on Canvas

1800,00 €Preis

Flügelschlag

Soft Wings in Pastel

Eclectic Pastel Garden

2026

Acryl Mixed Media on Canvas

45 x 45 cm framed Schattenfugen Rahmen weiß


Das Gemälde zeigt ein opulentes Stillleben, in dem Früchte, Pflanzen, Gefäße und Vögel in einen kaleidoskopischen Innenraum eingeschrieben sind. Die Palette changiert zwischen leuchtenden Akzenten und zarten Pastelltönen in Rosa, Flieder, Mint und Apricot, die wie Farbschleier über den Bildraum gelegt sind. Der klassisch anmutende Früchtestillleben‑Aufbau wird von geometrischen Mustern, Collage‑Strukturen und typografischen Einsprengseln („FLÜGELSCHLAG“, „eklektischer Mix“) durchbrochen. So entsteht ein vibrierender, fast schwebender Farbraum, der Stillleben, Interieur und abstrakten Rhythmus miteinander verschmilzt.


Inhaltlich verhandelt Bings Arbeit die Gleichzeitigkeit von Natur, Design und urbanem Lifestyle: Früchte, Vögel und Blätter begegnen Teppich‑ und Fliesenmustern, Tableware und typografischen Versatzstücken wie in einem überbordenden Moodboard des Alltags. Die pastelligen Zonen wirken wie Erinnerungsfelder oder emotionale Filter, die die Szene weichzeichnen und in einen traumartigen Zustand überführen. Durch die Überlagerung von Lasuren, Collagefragmenten und perspektivischen Verschiebungen öffnet sich hinter dem Stillleben eine zweite Ebene: ein vibrierender, energetischer Innenraum, in dem Wahrnehmung, Erinnerung und mediterrane Reiseeindrücke ineinanderfließen.


Das feine Gemälde setzt Bings charakteristische Praxis fort, Interieurbilder und Stillleben als Bühne für tropisch‑südliches Licht, üppige Farbigkeit und collagierte Fundstücke zu nutzen. Wie in ihren großen Interieur‑Serien entwickelt sie aus einer perspektivischen Grundidee einen „tapezierten“ Raum, in dem Alltagsobjekte, Pflanzen, Vögel und Designzitate in dichter Schichtung zueinander finden.


Das Pastellmoment fungiert dabei als atmosphärische Haut: Es mildert die grellen Farbkontraste und verleiht der Komposition eine fast poetische Leichtigkeit, die man aus ihren tropischen Stillleben kennt.


Innerhalb der zeitgenössischen Malerei lässt sich die Arbeit zwischen neueren Stillleben‑Tendenzen, Neo‑Fauvismus und einer collagehaften, postdigitalen Bildlogik verorten. Wie viele aktuelle Positionen knüpft Bing an historische Vorbilder wie Matisse und Bonnard an, übersetzt deren Farbfreude und Interieur‑Motivik aber in eine heutige Bildsprache, die von Design, Lifestyle‑Fotografie und Social‑Media‑Ästhetiken geprägt ist. Die Kombination von altmeisterlicher Lasurtechnik, fragmentierter Perspektive und textilen bzw. graphic‑designhaften Patterns verweist auf den gegenwärtigen Trend, Malerei als hybriden Erfahrungsraum zu begreifen, in dem Wohnkultur, Mode, Natur und digitale Bildwelten in einem synästhetischen „visual life“ verschmelzen – ein Begriff, der Bings künstlerisches Selbstverständnis präzise bündelt.

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