Just White. Alu Dibond brushed Art Print
Bildformat: 105 × 140 cm
Original Art Print auf Alu-Dibond Fine Art Brushed
ART AWARD
HONORABLE MENTION AWARD
ABSTRACT
2023
Los Angeles
Ein exklusiver, handsignierter und limitierter Art Print von Stephanie Bing – gefertigt als hochwertiger Fine-Art-Druck auf edlem Alu-Dibond Fine Art Brushed. Die gebürstete Aluminiumoberfläche verleiht dem Werk eine moderne, elegante Tiefe; helle Bildpartien erhalten einen dezenten metallischen Schimmer. So entsteht ein außergewöhnliches Kunstobjekt für anspruchsvolle Interieurs, Architektur und repräsentative Räume.
Jeder Print wird sorgfältig gefertigt, von Stephanie Bing original handsigniert und professionell gerahmt geliefert.
Maße und Ausführung
- Bildformat: 105 × 140 cm
- Ausführung: Fine-Art-Print auf Alu-Dibond Fine Art Brushed
- Edition: Limitiert auf 100
- Signatur: Original handsigniert von Stephanie Bing
- Rahmen: Hochwertiger Schattenfugenrahmen aus echtem Holz
- Rahmenfarbe nach Wahl: Weiß, Schwarz, Holz Natur oder Natur-Eiche
- Rahmenzugabe: 5 cm zum Bildformat
- Gesamt-Außenmaß inklusive Rahmen: 110 × 150 cm
- Aufhängung: Professionelle Metallaufhängung auf der Rückseite, montagebereit
- Lieferung: Sorgfältig und transportsicher verpackt, inklusive Versand frei Haus innerhalb Deutschlands
€ 2.900
Inklusive original handsigniertem, limitiertem Fine-Art-Print Alu-Dibond-brushed, Schattenfugen Rahmen aus echtem Holz, professioneller Metallaufhängung sowie Lieferung frei Haus.
„Alles andere als weiß“
Die scheinbare Helligkeit des Bildes ist ein bewusster Kontrast zu seiner inhaltlichen Dichte: Unter der hellen Lasur liegt ein Gewimmel aus Typografie, Linien, Figuren und Objekten, das den Blick permanent in Bewegung hält. Damit widerspricht das Werk dem Klischee der „weißen“, neutralen Wand oder der „weißen“ abstrakten Malerei – hier wird Weiß zur Bühne für Geschichte, Wissen, Erinnerungsfragmente und persönliche Objekte, nicht zur Leerstelle.
Die Verwendung von Collage, Übermalung und Lasurtechnik entspricht dem, was über Bings Werk geschrieben wird: Sie „tapeziert“ Räume mit Fundstücken, Fotos, Meeresgetier, Pflanzen, Karten und kunsthistorischen Referenzen und verbindet diese durch malerische Überarbeitungen zu neuen Raumgefügen. So entsteht ein Bild, das auf den ersten Blick hell und leicht wirkt, in seiner ikonografischen und textuellen Fülle aber fast barock überbordend ist – ein bewusstes Spiel mit Oberflächenwahrnehmung und inhaltlicher Tiefe.
Dieser Bildraum ist mehr eine mentale denn eine reale Architektur: eine Wunderkammer, in der wissenschaftliche, medizinische und maritime Motive neben Designklassikern und Gefäßen stehen. Typisch für Bings Praxis ist die Integration von historischen Dokumenten, Karten und Handschriften – teilweise aus einem alten Korbacher Kaufmannshaus, aus persönlichen Archiven und aus dem Antiquariat –, die sie mit moderner Architektur und Design kombiniert, um imaginierte Räume zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen.
„Just white“ setzt diese Strategie fort, indem es ein Geflecht aus Wissensgeschichte (Newton, frühneuzeitliche Medizin), Naturkunde (Fische, Oktopus) und modernem Alltag (Stuhl, Interieurfragmente) konstruiert, das sich dem Betrachter nicht linear, sondern assoziativ erschließt.
In der Kunstgeschichte lässt sich das Bild an mehrere Traditionslinien anschließen: zum einen an die Wunderkammern und Enzyklopädie-Bilder der Frühen Neuzeit, in denen Naturalia und Artificialia, wissenschaftliche Instrumente und Kuriositäten in einem Bildraum zusammengeführt wurden – hier modernisiert durch Designobjekte und zeitgenössische Collage. Zum anderen knüpft die tapisserieartige, flächig strukturierte Bildorganisation an Positionen der Pattern-and-Decoration-Bewegung seit den 1970er-Jahren an, etwa an Miriam Schapiro, Valerie Jaudon oder Robert Kushner, die ornamentale Muster, kartografische und textliche Fragmente sowie textile Anmutungen in farbintensive, all-over organisierte Bildfelder übersetzen und damit das Dekorative, Feminine und Alltägliche als tragende Struktur moderner Bildräume rehabilitieren – ein Ansatz, in dessen Nachhall sich Bings Räume aus Interieur, historischen Druckseiten, naturkundlichen Motiven und Designobjekten präzise verorten lassen.
