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Panton in Pink 2026: Acryl Mixed Media on Canvas, gerahmt

1400,00 €Preis
Größe

Im Zentrum der Komposition erhebt sich ein Panton Chair – die Designikone von Verner Pantonaus den 1960er Jahren – in kraftvollem Dunkelblau und tiefem Rot mit expressiven, pastosen Pinselstrichen modelliert. Die geschwungene Silhouette des Freischwingers dominiert das Bildfeld und wird von einem vibrierenden Hintergrund in Rosa-, Pink- und Magentatönen umspielt. Die Bildfläche ist dicht mit ornamentalen Elementen gefüllt: florale Motive, Schnörkel, kreisförmige Muster und die Zahlenreihe „1 2 3 4 5 6 7 8 9 0” am oberen Bildrand. Collageartige Schichten, teils durchscheinend, teils deckend, erzeugen eine Tiefenwirkung, die zwischen Flächigkeit und Raumillusion pendelt. Türkisfarbene Blütenornamente und goldgelbe Akzente setzen gezielte Kontrapunkte. Der opulente Barockrahmen in Silber-Gold wird zum integralen Bestandteil des Gesamtwerks.


Interpretation

Das Werk lebt vom Spannungsfeld zwischen Designmoderne und dekorativer Opulenz. Der Panton Chair – selbst ein Manifest des Aufbruchs, der Popkultur und des Futurismus – wird hier in einen Raum versetzt, der an barocke Überfülle, orientalische Textilmuster und Street- Art-Ästhetik gleichzeitig erinnert. Der Stuhl bleibt leer: Er ist Einladung, Leerstelle und stille Mitte im visuellen Rausch.

Die Zahlenreihe verweist auf Ordnungssysteme und Rationalität, die im ornamentalen Überfluss fast untergehen – ein ironischer Kommentar auf den ewigen Widerstreit zwischen Struktur und Chaos, Funktion und Dekoration. Die Mixed-Media-Technik mit ihren collagierten Schichten unterstreicht diese Vielstimmigkeit: Nichts ist eindeutig, alles überlagert sich. Die Farbwahl – das kühle Dunkelblau des Stuhls gegen das warme, pulsierende Pink – erzeugt eine fast körperlich spürbare Spannung zwischen Ruhe und Energie, zwischen dem Objekt und seinem Kontext.


Kunsthistorischer Kontext

Das Gemälde reiht sich in Stephanie Bings Werkserie opulenter Interieurdarstellungen ein, in der Designobjekte und Raumfragmente zu eigenständigen Bedeutungsträgern werden. Es verbindet Pop-Art-Referenzen (das Designobjekt als Ikone), die Materialität des abstrakten Expressionismus (pastose Farbaufträge, gestische Pinselführung) und die Schichtungslogik zeitgenössischer Mixed-Media-Malerei.


Der bewusst gewählte Barockrahmen bricht die Konvention des neutralen Galerierahmens und erweitert das Bild zu einem Gesamtkunstwerk – ein Spiel mit der Grenze zwischen Bild und Objekt, das an die Salonhängungen des 19. Jahrhunderts ebenso denken lässt wie an die ironische Rahmung der Postmoderne.

  • Acryl Mixed Media on Canvas

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