Pour conserver la Jeunesse
Pour conserver la Jeunesse with yellow heart
2023
Acryl Mixed Media on Canvas
70 x 50 x 4 cm
Internationaler Award
„Pour conserver la Jeunesse“ (2023) ist ein intensives Acryl-Mixed-Media-Gemälde von Stephanie Bing, in dem sich eine architektonische Raumvision in klarer Zentralperspektive öffnet. Im Zentrum dieses konstruieren Bildraumes schwebt ein pastos gemaltes, gelbes Herz, das weder steht noch hängt, sondern als reine, energetische Präsenz erscheint – ein Sinnbild für Jugendlichkeit, Lebenskraft und emotionale Verdichtung.
Oben links stürzt ein Koi kopfüber in ein farbexplosives, popartiges Splash, während unten auf einem gelben Boden drei Fische, inspiriert von einem Fischmarkt in Saudi-Arabien, dekorativ arrangiert sind und die Reiseerlebnisse der Künstlerin in eine poetische Bildsprache übersetzen.
Zwischen den expressiven Farbschichten sind Textfragmente und collageartige Strukturen eingewoben, die das Gemälde wie eine Bühne für Erinnerungen, Geschichten und innere Zustände erscheinen lassen.
Inhaltlich kreist das Werk um die Frage, ob und wie sich Jugend „konservieren“ lässt: Der Titel „Pour conserver la Jeunesse“ spielt ironisch mit der Sehnsucht nach Frische, Vitalität und Unvergänglichkeit. Das gelbe Herz fungiert als emotionaler Kern, während Fische und Wasserassoziationen Frische, Bewegung und Vergänglichkeit gleichermaßen symbolisieren.
Der aus Saudi-Arabien mitgebrachte Eindruck des Fischmarktes wird so zu einem transformierten, künstlerischen Motiv, das die reale Reise mit einem inneren, imaginären Raum verbindet.
Stephanie Bing verknüpft in diesem Bild ihre mediterran geprägte Farbwelt mit persönlichen Erfahrungen und schafft eine vielschichtige, traumähnliche Szenerie, in der Architektur, Körpermetaphern und Symbole des Alltags in ein spannungsreiches Gleichgewicht treten.
Im Kontext ihres Gesamtwerks steht dieses Gemälde exemplarisch für Bings charakteristische Verbindung von strenger Raumkonstruktion, expressiver Farbigkeit und der Integration von Text- und Collageelementen. Seit vielen Jahren entwickelt sie eine Bildsprache, in der Reisen, Erinnerungen und Atmosphären sich zu komplexen Bildarchiven verdichten; „Pour conserver la Jeunesse“ markiert dabei eine Phase, in der biografische Reiseeindrücke – wie die Saudi-Arabien-Reise – noch deutlicher in symbolische Motive übersetzt werden.
Kunsthistorisch lässt sich das Werk zwischen surreal inspirierten Innenräumen, der Collage-Tradition der Nachkriegskunst und einem zeitgenössischen, erzählerisch-abstrakten Malereidiskurs verorten, in dem persönliche Erfahrung, architektonische Konstruktion und poppige Farbakzente ineinandergreifen.
Das Gemälde wurde bereits international wahrgenommen und mehrfach ausgezeichnet. Als Preisträgerarbeit im Rahmen des Wettbewerbs „Live and Death 2026“ wurde „Pour conserver la Jeunesse“ über das kanadische Online-Kunstformat Biafarin und Gallerium weltweit präsentiert und damit einem internationalen Fach- und Sammlerpublikum zugänglich gemacht. Diese Anerkennungen unterstreichen die kraftvolle Bildsprache des Werkes und bestätigen seine Relevanz innerhalb der zeitgenössischen Malerei sowie im fortlaufenden Schaffen von Stephanie Bing.
