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Still Life with Peaches, City and Monstera. 2024 Acryl Mixed Media

4500,00 €Preis

Still Life with Peaches, City and Monstera

2024

Acryl Mixed Media on Canvas

60 × 90 cm

75 x 105 aufwändig gerahmt


Werkreihe

Monstera Fensterblatt


In „Still Life with Peaches, City and Monstera“ von 2024 verdichtet Stephanie Bing zentrale Motive ihrer Werkreihe „Monstera Fensterblatt“ zu einem energiegeladenen Farbraum, in dem Stillleben, Architektur und tropische Vegetation ineinander übergehen.


Das üppige Arrangement von Pfirsichen und aufstrebenden Monstera‑Blättern trifft auf eine fragmentierte Stadtlandschaft, sodass ein hybrider Schauplatz entsteht, der zwischen Interieur und urbanem Außenraum oszilliert.


Die große Schale voller Früchte im Vordergrund, flankiert von angeschnittenen Pfirsichen am Tischrand, verankert das Bild im Genre des klassischen Stilllebens, während die geometrisch in Farbquadrate und Rechtecke zerlegte Tischfläche eine moderne, an kubistische Kompositionen erinnernde Struktur einführt.


Hinter dem Stillleben breiten sich monumentale Blätter der Monstera und weitere tropische Pflanzen in Grün, Blau, Pink und Violett aus, die wie abstrakte Ornamente den Bildraum sprengen und Vorder‑ und Hintergrund miteinander verweben.


Fragmentierte Häuserblöcke in Rot, Rosa und Beige mit angedeuteten Türen, Fenstern und Arkaden lassen an mediterrane Stadtarchitektur denken und rufen Assoziationen von warmen, südlichen Orten hervor.


Ein bewegter Himmel mit wolkigen, graublauen Strukturen spannt sich darüber und setzt einen dramatischen Kontrapunkt zur Leuchtkraft der Früchte und Blätter.


Insgesamt entfaltet die Komposition eine dynamische, festliche Atmosphäre – als Hommage an Fülle, Lebensfreude und die sinnliche Verbindung von Innenraum, Natur und urbanem Umfeld.


Dass Bings Malerei tief in der Kunstgeschichte verankert ist, zeigt sich in der bewussten Anknüpfung an die Tradition des modernen Stilllebens und der Interieurmalerei, wie sie etwa bei Henri Matisse und Pierre Bonnard zu finden ist, deren leuchtende Paletten und dekorativ‑flächige Bildräume in ihren dichten, tapisserieartigen Kompositionen nachhallen.


Gleichzeitig erinnern die verschobenen Perspektiven und das Zusammenrücken von architektonischen Versatzstücken und Objekten an die metaphysischen Räume Giorgio de Chiricos, in denen Realität, Erinnerung und Imagination unauflöslich ineinander greifen.


In dieser Verbindung von expressiver Farbigkeit, ornamentaler Übersteigerung und räumlicher Ambiguität aktualisiert Bing historische Vorbilder für eine zeitgenössische Bildsprache, in der Emotion und Überfluss vor jeder erzählerischen Eindeutigkeit stehen.

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